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Unser aktueller Naturheilkunde-Ratgeber

 

Große Brennnessel

Urtica dioica

Gattung: Brennnesseln (Urtica)
Familie: Brennnesselgewächse (Urticaceae)


Bereits Pedanios Dioskurides (1. Jahrhundert n. Chr.) erwähnt sie: „Die Blätter erweichen den Bauch, vertreiben Blähungen und treiben den Harn.“ Die Brennnessel ist weit verbreitet und dürfte jedem bekannt sein – und sei es durch unfreiwilliges Berühren mit der nackten Haut. Sie grünt den ganzen Sommer über. Als Heilpflanze kommen nur die jungen, zarten Pflanzen in Betracht. Dort hat sich das Nesselgift, von dem die unangenehm brennende Wirkung ausgeht, noch nicht ausgebildet.

Innerlich angewendet, wirkt sie harntreibend. Die Heilpflanze gehört zu einer ganzen Familie von Brennnesselgewächsen (Urticaceae).

Innerlich angewendet, wirkt sie harntreibend. Die Heilpflanze gehört zu einer ganzen Familie von Brennnesselgewächsen (Urticaceae).

Brennnessel wirkt durchspülend: Sie begünstigt das Ausscheiden von Harnstoff sowie die Vorbeugung und Behandlung von Nierengrieß. Außerdem trägt sie zur Blutbildung bei, was auf das enthaltene Chlorophyll, Eisen und Vitamin C zurück-geführt wird.

In der Volksmedizin dient frisch gepresster Brennnesselsaft oder Brennnesseltee neben der Blutbildung zur Behandlung von Rheuma, Wunden, Gallenwegserkrankungen. Äußerlich dient er zur Haarpflege und bekämpft Schuppen.

Im Frühjahr als Gemüse geerntet, kann die Brennnessel in Suppen und Salaten ihre stoffwechselan-regende Wirkung entfalten. Für Tee werden junge Triebe mit kaltem Wasser angesetzt, kurz aufgekocht und nach 10 Minuten abgegossen. Auch ein Aufgießen mit kochendem Wasser ist möglich.

Hinweis: Ein Arzt ist aufzusuchen bei Blut im Urin, bei Fieber oder beim Anhalten der Beschwerden über 7 Tage hinaus. Ebenso bei akuten rheumatischen Beschwerden, die zum Beispiel mit einer Rötung, Schwellung oder Überwärmung von Gelenken einhergehen.
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