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Unser aktueller Naturheilkunde-Ratgeber

 

Dill

Anethum graveolens L.

Gattung: Anethum
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)


Die feingliedrige, gefiederte Pflanze zählt zu den zartesten Küchenkräutern. Zugleich zu den ältesten: Im antiken Ägypten wusste man seinen Geschmack zu schätzen, die Römer würzten damit Geflügel und Wein.

Dill stammt aus Vorderasien und kommt mittlerweile weltweit vor. Im deutschsprachigen Raum zählt er zu den meistangebauten Gewürzkräutern. Die schlanken hellgrünen bis türkisfarbenen Stängel der einjährigen Pflanze erreichen Wuchshöhen gewöhnlich zwischen 30 und 75 Zentimetern, können jedoch bis über einen Meter emporwachsen. Die Blüten leuchten dottergelb, die Pflanze verströmt ihren typischen Duft am ganzen Körper. Als Gewürz dienen die Samen, meist aber nur die zarten Triebe (Dillspitzen).

Er zählt zu den zartesten Küchenkräutern. Der sehr aromatische Dill ist frisch am besten zu verarbeiten.

Er zählt zu den zartesten Küchenkräutern. Der sehr aromatische Dill ist frisch am besten zu verarbeiten.

Die Samen finden in der Volksmedizin Verwendung, etwa bei Verdauungsproblemen. Dillfrüchte sind als Teeaufguss für Kleinkinder und Säuglinge geeignet, um Blähungen und Koliken zu lindern. Im antiken Griechenland galt Dill als Heilmittel bei Schluckauf.

Dill schmeckt mild mit kümmel-artiger Note, riecht sehr aromatisch und ist frisch am besten zu verarbeiten. Seine Würzkraft beruht auf ätherischen Ölen, deren Anteil in den Blättern zwischen 2 und 4 Prozent liegt. Verbreitet dient Dill zum Würzen von Gurkensalat und zum Aromatisieren von Essiggurken. Daher ist gelegentlich von „Gurkenkraut“ die Rede. Allgemein lassen sich Salate, Bohnen, Zucchini, Rohkostplatten, Fleisch- und Fischgerichte mit dem Kraut – frisch oder getrocknet – verfeinern. Allerdings verträgt Dill Hitze schlecht und sollte daher höchstens kurz garen.
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