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Unser Tourtipp für den Januar

Königsbrücker Heide

Hier soll „Natur wieder Natur sein“ können, so der selbst gestellte Anspruch der Naturschutzgebiets-Verwaltung Königsbrücker Heide. Auf einem gut 7.000 Hektar großen Terrain, das über etwa 100 Jahre hinweg verschiedenen Heeren als Truppenübungsplatz diente, wächst seit drei Jahrzehnten Wildnis. Circa 80 Prozent der Fläche nordwestlich der Kleinstadt Königsbrück (die gut mit der Regionalbahn erreichbar ist) sind als Wildnisgebiet von international anerkanntem Status ausgewiesen. Von „ungezügelter Natur“ ist die Rede, „urigen Landschaften“. Abgesehen von geführten Touren darf hier niemand rein. Der Boden gilt zudem als stark mit Kampfmitteln belastet. Deren vollständige Ortung und Beseitigung hieße, wertvolle Lebensräume flächendeckend abzutragen.

Genussvoll Radeln entlang der Ränder

Während dunkelgrüne Schilder die Grenze zum Sperrgebiet markieren, verlaufen die landschaftlichen Übergänge fließend. Verschiedendste Biotope lassen sich von den Wegen am Heiderand wahrnehmen. Laub-, Laubmisch- und Feuchtwälder machen etwa ein Drittel der Fläche aus. Weitere Waldarten kommen hinzu, Heiden und Fluren, ferner Bäche und Seen, Moore und Sümpfe. Nicht nur im Spätsommer, wenn die Heide blüht, ist das Hiersein ein Genuss. Im Winter entfaltet die schlafende Natur ihren eigenen Reiz. Sie korrespondiert harmonisch mit Kulturlandschaften wie dem Schlosspark Kroppen. Die Aussichttürme auf dem Haselberg und in der Zochauer Heide bieten ganzjährig Weitblicke. Das Teichgebiet zwischen Schwepnitz und Zeißholz lässt sich im gleichen Zuge erkunden und rundet einen lohnenswerten Radausflug ab.

www.nsgkoenigsbrueckerheide-gohrischheide.eu

Im Winter entfaltet die schlafende Natur ihren eigenen Reiz, wie hier am Neuteich in Grüngräbchen.

© Foto: Karsten Blüthgen

Im Winter entfaltet die schlafende Natur ihren eigenen Reiz, wie hier am Neuteich in Grüngräbchen. © Foto: Karsten Blüthgen

 

Buchtipp

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